WUSSTEN SIE, DASS...
... von den zwölf Walarten, die im Sankt-Lorenz-Strom anzutreffen sind, befindet sich die Hälfte auf der Liste der gefährdeten Tierarten in Kanada? Für Boots- und Schifffahrten gelten daher strenge Regeln beim Manövrieren in Gewässern, die von Walen aufgesucht werden; so ist es zum Beispiel streng untersagt, sich den Meeressäugern auf weniger als 200 m zu nähern.

Tierbeobachtung

Der Ruf der Wildnis

Fotografie. Kanadagans, Kanadareiher, Elch, Buckelwal... in den naturbelassenen Weiten Québecs sind über 650 Tierarten beheimatet, darunter 200 Fisch- und 325 Vogelarten. Viele von ihnen können in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden, anderen begegnet man eher zufällig bei einem Waldspaziergang in den Nationalparks oder Wildreservaten.

Ein faszinierendes Schauspiel bieten zahlreiche Arten von Meeressäugern, z.B. Wale, die sich in der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms tummeln. Auf unvergesslichen Ausflügen in die Natur kann man außerdem Zugvögel sowie Landsäugetiere, z.B. Großwild (Virginiahirsch, Elch, Karibu), Bären und Biber, beobachten.


WaleZugvögelTiere des Waldes

Die Wale des Sankt-Lorenz

Hier treffen Sie auf die Giganten der Meere!

FotografieEin Wal durchbricht die Wasseroberfläche – ein faszinierendes und unvergessliches Schauspiel, das Sie auf dem Sankt-Lorenz-Strom beobachten können! Québec ist einer der wenigen Orte der Welt, an dem so viele verschiedene Arten von großen Meeressäugetieren (insgesamt 13 Arten) zu sehen sind. Sie werden von den reichen Schalentier- und Fischbeständen im Fluss angezogen, von denen sie sich ernähren – und von der unglaublichen Wassertiefe!


Walpopulationen von Québec

FotografieDer Blauwal, größtes und eindrucksvollstes Lebewesen unseres Planeten, lebt in den Gewässern des Sankt-Lorenz-Stroms. Dieses gigantische Säugetier kann bis zu 25 Meter lang werden. Auch die zweitgrößte Walart, der Finnwal, hält sich hier auf. Zahlreiche Zwergwalarten leben ebenfalls im Fluss, insbesondere der für seine Luftsprünge bekannte Buckelwal.

Neben diesen beiden Giganten kann man, vor allem im Golf, auch Schweinswale und Delfine beobachten. Wahrscheinlich werden Sie gelegentlich einen weißen Fleck auf den Wellen sehen: das sind die Belugas, die kleinen arktischen Wale, die sich das ganze Jahr über im Sankt-Lorenz-Strom aufhalten. Obwohl rund 1.000 Belugas den Fluss bevölkern, zählen sie zu den bedrohten Arten.


Reise zu den Walen

Tadoussac, ManicouaganViele Häfen der Küstengewässer und am Golf des Sankt-Lorenz-Stroms sowie am Nord- und Südufer bieten von Mai bis Oktober täglich Walbeobachtungstouren mit Schiffen jeder Größe an. Die bevorzugten Plätze für die Waltouren sind der Parc Marin du Saguenay-St. Laurent (mit zahlreichen Abfahrten von Tadoussac, Baie-Sainte-Catherine, Rivière-du-Loup und Trois-Pistoles), der National Park im Mingan-Archipel in der Region Duplessis und der Parc national Forillon in der  Gaspésie. Québec ist für seine sachkundigen Führer auf diesen Touren bekannt. Sie liefern nicht nur Informationen über die Wale, sondern auch über deren Lebensraum und  andere Themen des Ökotourismus.

Beobachtung vom Land aus

An einigen Stellen ist der Fluss in Ufernähe so tief, dass man regelmäßig vom Ufer aus Wale beobachten kann. Das ist beispielsweise an der Mündung des Saguenay-Fjords, am Cap-de-Bon-Désir (Bergeronnes), an zwei Stellen im Parc Marin du Saguenay-St.Laurent und in Pointe des Monts (Duplessis) möglich. Wenn Sie nichts versäumen wollen, sollten Sie entlang der Wal-Route reisen!

Seehunde und Sattelrobben

Parc national du Bic, Bas-Saint-LaurentNeben den großen Walen können Sie im Strom auch Robben beobachten. Sie liegen gerne auf den Felsen entlang der Mündung und des Golfs. Dabei kann man sie mit einem Fernglas vom Ufer oder von einem Boot oder Seekajak aus beobachten, immer in Begleitung eines qualifizierten Führers, der für die nötige Sicherheit sorgt, denn die Strömungen können sehr heimtückisch sein. Die schneeweissen Sattelrobbenbabys auf den Eisbänken vor den Îles-de-la-Madeleine sind immer wieder ein berührender Anblick. Gegen Ende des Winters treffen hunderttausende Robben aus Grönland ein. Sie lassen sich einige Wochen lang auf den Eisbänken nieder, um ihre Jungen zu gebären und großzuziehen. Es werden Fahrten zur Beobachtung dieses Phänomens organisiert – lassen Sie sich das nicht entgehen!
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