Jagen und Fischen – die hohe Kunst der Pirsch

Am Puls des Lebens

Native go hunting, Baie-James,  
© MTOQ / Jean-Pierre Huard Für die Québécois, die inmitten eines außerordentlich reichen Naturgutes leben, sind Jagen und Fischen keineswegs nur Sportarten, sondern vor allem auch ein Weg, zu ihren Wurzeln zurückzufinden und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. In Québec gibt es eine üppige Auswahl an Jagd- und Angelhütten (pourvoiries), die Unterkünfte jeder Kategorie, Ausrüstung, Führer und Betreuung anbieten. Hier können Jäger und Angler die naturbelassenen Wälder - Heimat von Hirsch und Schwarzbär - und die zahllosen Seen und Flüsse mit ihrem im wahrsten Sinne springlebendigen Fischreichtum in vollen Zügen genießen.

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Schwarzbär
 
Begegnung mit einer Legende  
Baie-James

  Der sagenumwobene Schwarzbär, zentrale Figur der amerindianischen Mythologie, wirkt faszinierend und furchteinflößend zugleich. Dieser diskrete Einzelgänger ist in Wirklichkeit ausgesprochen menschenscheu. Er ernährt sich vorzugsweise von Himbeeren, Blaubeeren und Waldpflanzen; in den Rinden erkrankter Bäumen sucht er nach Insektenlarven und bedient sich ganz besonders gerne an Honigwaben. Der Allesfresser ist manchmal auf Campingplätzen und Müllhalden unterwegs, wo er sich von allem ernährt, was ihm zwischen die Zähne gerät.

  In Québec ist eine kontrollierte Bejagung im Frühjahr und Herbst erlaubt; die Population umfasst über 70.000 Schwarzbären. Spezialisierte Outfitter (pourvoiries) bieten Einzeljagden in sorgfältig erkundeten und mit Ködern präparierten Revieren an. Je nach Gebiet gelten spezielle Vorschriften für Gastjäger. Man jagt vom Ansitz am Luder und beobachtet die Annäherung des Schwarzbären, der bei der kleinsten Bewegung sofort wieder unbemerkt im Wald verschwindet. Mit dieser Jagdtechnik wird das Risiko minimiert, durch den ausgeprägten Geruchs- und Spürsinn des Schwarzbären entdeckt zu werden. Für den Jäger bedeutet das, stundenlang absolut ruhig anzusitzen. Nur in seltenen Fällen ergeben sich zufällige Begegnungen in der freien Natur.  

Charlevoix

Ein ausgewachsenes Männchen bringt mit seiner stämmigen und massiven Statur rund 80 kg auf die Waage, kann aber auch bis zu 160 kg erreichen. Dagegen wiegt das wesentlich kleinere Weibchen im Durchschnitt nur 60 kg. Ihre Präsenz verrät sich manchmal durch Kratzspuren, die sie an den Bäumen hinterlassen. Der exzellente Sprinter, Kletterer und Schwimmer verschläft den Winter in einer Höhle, die er im Herbst sorgfältig aussucht, und braucht sich daher im Gegensatz zu anderen Säugetieren nicht dem winterlichen Überlebenskampf zu stellen. Bärenfleisch muss lange gekocht werden, um das Risiko einer Kontaminierung mit einem Parasiten auszuschliessen, der die Infektionskrankheit Trichinellose auf den Menschen überträgt.

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Chasse et pêche  

WUSSTEN SIE, DASS...
Québec ist in 29 Jagd- und Angelgebiete unterteilt, wobei das Revier Nr. 25 ausschliesslich der Fischerei vorbehalten ist. Von Jägern und Anglern wird erwartet, dass sie jederzeit die gültigen Jagd- und Angelvorschriften der jeweiligen Reviere einhalten.

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