Historische Sehenswürdigkeiten
Lebendige Vergangenheit
Rund fünf Jahrhunderte europäischer Präsenz haben ein kostbares Erbe hinterlassen, das an zahlreichen historischen Stätten lebendig erhalten wird. Einige Kulturstätten vermitteln einen Eindruck von der militärischen Vergangenheit der Kolonie oder vom Leben bedeutender Politiker, an anderen wird der Alltag der Québécois eindrucksvoll veranschaulicht und das Wissen, der Glaube und die Zähigkeit gewürdigt, die vergangene Generationen ausgezeichnet haben – Eigenschaften, von denen ihre Nachkommen noch heute profitieren!
Auf den Spuren der Geschichte
Drei der ältesten Siedlungen Neu-Frankreichs - Québec City, Montréal und Trois-Rivières - sind heute bedeutende historische Bezirke. In den vier Jahrhunderten seit ihrer Gründung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist es diesen drei Städten gelungen, unschätzbare Zeugnisse der Kolonialzeit bewahren.
Québec City, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, begeistert mit einer imposanten Festung, der Place-Royale – Wiege der französischen Zivilisation in Amerika – und dem innerhalb der Stadtmauern gelegenen Parc de l’Artillerie. Ganz in der Nähe liegt die Île d’Orléans, die mit ihrem ländlichen Charme sowie einer Reihe bemerkenswerter alter Kirchen und Gebäude das perfekte Kontrastprogramm zur Hauptstadt bietet.Von Alt-Montréal aus erreicht man den im 18. Jahrhundert angelegten Canal Lachine, der für das südliche Québec von historischer Bedeutung war. Dieser restaurierte Wasserweg öffnet nun seine Schleusen für Sport- und Freizeitboote, während Spaziergänger und Radfahrer die grünen Oasen entlang seiner Ufer genieβen. Weiter östlich am Sankt-Lorenz-Strom erinnern die Altstadt von Trois-Rivières und die Forges du Saint-Maurice an die bedeutende Rolle dieser Stadt zu Beginn der Kolonialzeit.
Zeugen der Geschichte
Besichtigen Sie die Île des Moulins in Terrebonne, gegenüber von Laval in der Nähe von Montréal gelegen, mit ihrem prachtvollen Industriekomplex aus dem 19. Jahrhundert und einem hübschen Park, in dem im Sommer ein breites Freizeitangebot organisiert wird. Am Flüsschen Richelieu, der im Lac Champlain an der amerikanischen Grenze entspringt, erheben sich die trutzigen Festungen von Fort Chambly und Fort Lennox, wachsame Zeugen der Kolonialkriege.
Auf der Grosse Île bei Montmagny (Chaudière-Appalaches) spielte sich Mitte des 19. Jahrhunderts ein bedeutendes Kapitel der europäischen Einwanderungsgeschichte nach Kanada ab. Damals diente die Insel als Quarantänestation für irische Einwanderer, die vor der Hungersnot in ihrer alten Heimat geflohen waren. Zwei geschichtsträchtige Stätten im Osten Québecs, Banc-de-Pêche-de-Paspébiac in der Gaspésie und La Grave auf den Îles-de-la-Madeleine, erinnern an die zentrale wirtschaftliche Rolle, die der Fischfang noch bis vor kurzem im Sankt-Lorenz-Golf gespielt hat. Fort Témiscamingue im Westen Québecs war ein wichtiger Handelsposten in der Region Abitibi-Témiscamingue, die schon im 17. Jahrhundert von Abenteurern und Pionieren erforscht wurde und im 20. Jahrhundert ihre Blütezeit während des Goldrausches erlebte. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, sollte sich keinesfalls einen Besuch der Cité de l’or (Stadt des Goldes) in Val-d’Or entgehen lassen.Drei für ihre herrlichen Gartenanlagen berühmten Ländereien sind ebenfalls von historischer Bedeutung: Domaine Mackenzie-King im Parc de la Gatineau (Outaouais), Domaine Joly-de Lotbinière östlich von Québec City – und die Jardins de Métis in der Gaspésie, die an längst vergangene Zeiten im 19. Jahrhundert erinnern, als die Ferienorte am Sankt-Lorenz-Strom bevorzugter Tummelplatz der Bourgeoisie waren.





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