Schutzgebiete der UNESCO
Das Weltkulturerbe und die Biosphärenreservate
Québec kann sich rühmen, dass sechs seiner bemerkenswertesten Natur-und Kulturstätten offiziell von der UNESCO anerkannt wurden, ebenso wie die Berchtesgadener Alpen oder die Hansestadt Lübeck.Entdecken Sie die Kleinode, die diese Orte bergen und deren Einstufung durch diese internationale Organisation begründen.
Das Weltkulturerbe
Bereits 1985 hatte die UNESCO den historischen Bezirk von Québec in die Liste der Stätten des Weltkulturerbes von besonderem Wert für die Menschheit aufgenommen. Québec, das 1608 von dem französischen Entdecker Champlain gegründet wurde, ist weiterhin die einzige Stadt nördlich von Mexiko, deren Stadtmauern, Bastionen, Tore und Verteidigungsanlagen erhalten sind. Das Stadtgebilde mit der Oberstadt, die mit ihren Kirchen, Klöstern, der Zitadelle sowie dem weltberühmten Hotel Château Frontenac Frontenac oben auf dem Kap thront, und der Unterstadt mit der Place-Royale und ihren alten Häusern ist das eindrucksvolle Beispiel einer befestigten Stadt zu Zeiten der Kolonie.
Von der UNESCO ebenfalls eingetragen ist der Parc national de Miguasha in der Gaspésie-Region. In den Kliffs dieses Gebiets mit einer Fläche von 87 ha an der Bucht Baie des Chaleurs findet man Fisch-und Pflanzenfossilien, die Zeugnis über das Leben vor 380 Millionen Jahren ablegen. Auf Grund ihres Erhaltungszustands und den Einblick, den sie in eine Epoche der Evolution der Erde gewähren, haben sie im Laufe der Jahre große wissenschaftliche Bedeutung erlangt. Im dortigen naturhistorischen Museum werden diese kostbaren Fossilienfunde zur Schau gestelltDie Biosphärenreservate
Die Biosphärenreservate sind von der UNESCO im Rahmen seines Programms Mensch und Biosphäre anerkannte Gebiete, die innovativ sind und eindeutig Naturschutz und nachhaltige Entwicklung zum Ziel haben.Mont-Saint-Hilaire
Das nur 40 km südlich von Montreal gelegene Naturschutzgebiet Réserve naturelle Gault ist für Spaziergänger eine Insel des Friedens. Auf ausgedehnten Wanderwegen können sie einen Teil dieses 10 km2 großen Schutzgebietes erforschen und vom Gipfel aus eine herrliche Aussicht über die große Flussebene der Montérégie-Region genießen.
Charlevoix
Dieses Gebiet, das vor Millionen Jahren von einem Meteoriteneinschlag geprägt wurde, aus dem Krater von 28 km Durchmesser entstand, beherbergt heute hauptsächlich zwei Nationalparks: den Park Grands-Jardins und den Park Hautes-Gorges-de-la-Rivière-Malbaie. Auf Grund ihres bewaldeten und gebirgigen Reliefs hält die Uferregion des Charlevoix für den Reisenden eine Reihe spektakulärer Kaps und Buchten bereit.
Lac-Saint-Pierre
Diese Wasserfläche, die eine Verbreiterung des Sankt-Lorenz-Stroms darstellt, ist ein wichtiger Rastplatz für Wasservögel wie die Schneegans, an dem man mehr als 280 Vogelarten beobachten kann. Dort befindet sich unter anderem die größte Reiherkolonie Nordamerikas. Besucher können per Boot die malerischen Kanäle, von denen das Archipel durchzogen ist, erkunden.
Manicouagan-Uapishka
In diesem riesigen nördlich von Baie-Comeau (Manicouagan) gelegenen Waldgebiet mit seinen 55 000 km2 findet man insbesondere die Groulx-Berge (deren höchster Gipfel 1100 m erreicht), den Meteoritenkrater von Manicouagan, die Île René-Levasseur und imposante Wasserkraftanlagen, darunter den beindruckenden Barrage Daniel-Johnson (Staudamm).

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